Spuk Profilreise: Polen 2018 / Eine beeindruckende Frau

Heute waren wir mit der Klasse im jüdisch-galizischen Museum.
Dort haben wir uns die Ausstellung angesehen, und eine Frau vom Museum hat uns etwas zu einzelnen Fotos erzählt. Anschließend hatten wir ein Zeitzeugengespräch mit einer Frau namens Rhena, die im Jahre 1941 im Krakauer Ghetto zur Welt kam. Danach haben wir auf einem kleinen Platz mit vielen verschiedenen Food Trucks zu Mittag gegessen. Im Anschluss hörten wir uns noch die drei letzten Vorträge unserer Klassenkameraden an. Sie haben uns etwas über Oskar Schindler, das Krakauer Ghetto und Jazz Musik erzählt. Das fanden wir sehr interessant.

Worüber wir uns sehr gefreuten haben, ist, dass wir viele der Wandgemälde gesehen haben, über die wir vor der Reise einen Vortrag gehalten hatten. Die Wandgemälde kann man im jüdischen Viertel Kazimierz finden. 
Was uns außerdem noch sehr berührt hat, war das Zeitzeugengespräch. Es war eine einmalige Gelegenheit, mit einer Überlebenden zu sprechen, da es heutzutage kaum noch Zeitzeugen gibt. Wir haben es sehr geschätzt, dass sie sich Zeit für uns genommen und uns mit ihrer Geschichte bereichert hat. Es war sehr beeindruckend, was für eine starke Frau sie geblieben ist, obwohl sie schlimme Ereignisse durchleben musste. Am meisten hat uns betroffen gemacht, dass sie von klein auf nicht genau wusste, zu welcher Familie sie gehört, da sie als kleines Kind bei einer Adoptivfamilie lebte, bis der Krieg vorüber war. Nach dem Krieg hat ihre biologische Familie sie wieder zu sich genommen. Sie hatte aber ihre Adoptiveltern sehr liebgewonnen und es fiel ihr schwer, sich bei ihrer biologischen Familie einzuleben, da die Beziehung zu ihrer Mutter immer schlechter wurde. Es fiel ihrer biologischen Mutter schwer, zu akzeptieren, dass sie bei der Adoptivfamilie mit anderen Werten bzw. mit der christlichen Religion aufgewachsen war.
Für uns war das Zeitzeugengespräch einer der Höhepunkte der Reise. Da wir uns mit dem Thema Holocaust in den letzten Tagen intensiv beschäftigt haben, ging uns dieses Gespräch sehr nahe.

 

Franca, Sinem & Antonia

Wandgemälde an der Hauswand des jüdisch-galizischen Museums, No. 18 Dajwór Straße
Wandgemälde an der Hauswand des jüdisch-galizischen Museums, No. 18 Dajwór Straße
Wandgemälde der Graffiti-Gruppe Broken Fingaz, No. 3 Bawół Platz
Wandgemälde der Graffiti-Gruppe Broken Fingaz, No. 3 Bawół Platz
Die Wege der Freiheit, No.18 Kącik Straße
Die Wege der Freiheit, No.18 Kącik Straße
Wandgemälde, No. 17 Józefa
Wandgemälde, No. 17 Józefa

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