Spuk Profilreise: Polen 2018 / Zeitzeugen-Gespräch

Heute waren wir in dem jüdisch galizischen Museum in Krakau. Zu Beginn hatten wir eine Führung durch die Fotoausstellung des Museums. Die Ausstellung besteht aus 90 Bildern, die vor allem die Geschichte der Juden in Galizien vor und nach dem zweiten Weltkrieg darstellt. Anschließend hatten wir das Glück ein Zeitzeugengespräch zu führen. Rena hat uns ihre Lebensgeschichte auf Polnisch erzählt, was übersetzt wurde. Rena wurde 1941 als Tochter zweier Juden im Krakauer Ghetto geboren. Ihr Vater arbeitete in der bekannte Fabrik von Oskar Schindler, die wir später auch noch kurz besuchten. Nachdem ihr Vater aufgrund der Verlegung von Schindlers Fabrik nach Böhmen sich nicht mehr um die Familie kümmern konnte, beschloss Renas Mutter aus dem Ghetto durch die Kanalisation zu fliehen. Für uns war das Gespräch sehr beeindruckend, da man sonst nur über die Schicksale lesen kann, doch diesmal konnte man Fragen stellen auf die sie gerne einging. Das Gespräch hat uns nochmal klar gemacht, dass die Geschichte noch nicht lange vergangen ist. Da Rena sehr offen mit uns war, wurden die schlimmen Ereignisse noch realer. Man spürte allgemeinen Respekt vor ihr und hatte teilweise sogar Angst Fragen zu stellen. Wir schätzen es sehr wert noch so ein Gespräch führen zu dürfen, da es zu dieser Zeit nicht mehr selbstverständlich ist.
Luke & Henri

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