Spuk Profilreise: Polen 2018 / Henryk Mandelbaum

Am Mittwoch haben wir die Jugendbegegnungsstädte Auschwitz besucht. Als wir dort ankamen wartete schon eine pädagogische Mitarbeiterin des Zentrums auf uns. Sie gab uns einen Überblick über das Leben von Henryk Mandelbaum. Anschließend haben wir einen Film über den verstorbenen Henryk Mandelbaum geguckt. Er war damals Teil des Sonderkommandos von Birkenau. Henryk Mandelbaum konnte selbst nicht glauben, was er dort erlebt hatte und sprach über seinen Überlebenskampf. In Gruppen untersuchten wir einzelne Teile des Films. Daraufhin führten wir ein intensives Nachgespräch. Es war interessant, über das erschütternde Schicksal von Henryk Mandelbaum erzählt zu bekommen und es zu erforschen. Er wurde 1944 mit gerade 21 Jahren nach Birkenau deportiert. Dort musste er die Leichen aus den Krematorien in die Verbrennungsgrube tragen und die Körper nach versteckten Wertsachen untersuchen. 1945 konnte er auf einem Todesmarsch fliehen, Henryk hatte sich vorher Zivilkleidung besorgt und versteckte sich danach auf einem Bauernhof. Für ihn war es ein ständiger Überlebenskampf den er führte, um seine traumatischen Erlebnisse mit der Welt zu teilen. Bis zu seinem Tod 2008 lebte er in Polen. Nachdenklich machten wir uns auf in unsere Gruppenarbeiten.

Einige hatten schon vorher Arbeitsgruppen gebildet und sich ein Thema für ihre Präsentation ausgesucht. Andere fanden Vorort ihre Gruppen und Themen. Eine nette Frau half uns in der Bibliothek des Hauses Bücher zu unseren Themen zu finden oder suchte passende Zeitzeugen Berichte heraus. Da es ein sonniger Tag war konnten wir uns draußen in den Garten der Jugendbegegnungsstädte setzen und dort das gute Wetter genießen. 

Leyan

(Bild von Henryk Mandelbraum)

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