Sankt Petersburg: Die Stadt der Kirchen

Als wir vom Flughafen abgeholt und zum Hotel gebracht wurden, sahen wir schon bei der Taxifahrt  mindestens acht Kirchen. Und als wir nach dem ersten Schulausflug zur Schule 45 Freizeit hatten und ich mit Lara, Lucy und Hannes  an der Newa zurück zum Hotel ging, fielen mir am anderen Ufer  fünf schöne Kirchen und eine riesige, blau, goldene Moschee auf. Es ist bekannt, dass in Sankt Petersburg die Kirchen sehr prunkvoll und bunt sind, ich war trotzdem sehr beeindruckt. Das war noch zu Zeiten der Sowjetunion, also bis 1990, ganz anders. Denn die Kommunistische Partei hat die Religionsausübung unterdrückt. Kirchen und Gotteshäuser wurden zerstört oder für andere Zwecke benutzt. So befand sich z.B. in der St. Petri-Kirche (Zentrum der deutschen Gemeinde) bis 1990 ein Schwimmbad.

 

Auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Sologubovka steht ebenfalls eine sehr hübsche Kirche, die in Kriegszeiten als Lazarett für die verwundeten Soldaten  gedient hat. Seit kurzem ist diese Kirche mit Unterstützung des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge sehr schön renoviert und zu einer Gedenkstätte ausgebaut.

 

In Deutschland sind unsere Kirchen ja sehr eckig und kantig, doch hier haben die Kirchen meist bunte Kuppeln, einige  sind auch golden. Eine goldene Kuppel hat auch die Isaaks-Kathedrale, eines der Wahrzeichen Sankt-Petersburgs. Unser Plan, am Donnerstagabend  mit dem Jugendclub auf den Turm der Issakskathedrale zu klettern, konnte wegen des schlechten Wetters nicht umgesetzt werden. Deswegen sind wir dann am nächsten Tag, nach dem Ausflug in die Eremitage, auf die Besucherplattform gegangen. Oben hatten wir einen 360° Blick über die Stadt. Es war fantastisch, doch die Kälte setzte uns stark zu.

 

Alles in allem finde ich die Kirchen hier schöner als in Hamburg, obwohl ich nicht Mitglied einer Kirchengemeinde bin.

 

 

 

Hannes Jungclaus, STS Bergedorf

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0