Tag 6 - Gorlice und Krakau

Der heutige Blogeintrag handelt von sportlichen Aktivitäten in der Frühe, einer Gefängnisschule, Englisch im Deutschunterricht und unserem Meister-der-Historik.

Halli Hallo liebe Leser! 

 

Heute war frühes Aufstehen angesagt! Der erste aktive Part des Schüleraustausches startete heute. Denn nach unserem kurzen Frühstück machten wir uns direkt auf den Weg in die circa 30 Minuten entfernte (Zespór-Szaór-Nr.1)-Schule, in der wir unsere Austauschklasse antrafen. Angekommen stellten wir schon direkt erste Unterschiede fest. Beispielsweise die Lage der Schule, Begrüßungstradition gegenüber der Lehrer und die eher gefängnishafte Innenausstattung. Worauf sich viele Schüler unserer Seits freuten, war zu sehen , wie die Polnisch-Klasse Deutschunterricht hat. Das Thema der Stunde war „Urlaub“. In kleinen Gruppen als auch in der großen Klasse wurden über verschiedene Aspekte zu diesem Thema diskutiert. Leider stellte sich bereits nach wenigen Minuten fest, dass die Hauptkommunikation die englische Sprache war. Die Lehrerin bestätigte, dass ihre Klasse nicht die Möglichkeit habe, befriedigendes Deutsch zu sprechen, da diese in der Woche nur eine Doppelstunde Deutschunterricht haben. Trotz den ungewohnten Eindrücken, hatten wir im Endeffekt sehr viel Spaß mit der Klasse und haben neue Freunde dazu gewonnen. Die letzten zwei Stunden verbrachten wir damit, eine Schulführung zu genießen und uns im Fußball (im wahrsten Sinne des Wortes) von der polnischen Schulkasse abschießen zu lassen…wir fordern eine Revanche!

Um Elf Uhr war es an der Zeit „Cześć“  zu sagen! Als Hamburger-Klasse machten wir uns nun auf den Weg zurück nach Krakau durch die hügelige Landschaft. Nach und nach stellten wir fest, wie sich der Ausblick von teilweise heruntergekommenen Häusern zu dicht bebauten Altbauten änderte. Da wussten wir, wir sind…BACK IN KRAKÓW

Von Bäumen und Bächen, zurück in die Stadt, was Kraków nicht alles zu bieten hat!

Gorlice war eine tolle Abwechslung, dennoch freuten wir, die Großstadtkinder, uns darauf, wieder in Kraków zu sein. Doch bevor  wir Shoppen, Essen oder Spazieren durften, musste natürlich zu aller erst Schule abgeklappert werden. Wir besichtigten das Foto-Museum im jüdischen Viertel und waren positiv überrascht über die Eindrücke die wir dort machten. Unser Lehrer sagte uns zu Beginn, dass Bilder manchmal mehr erzählen als Texte. Im Nachhinein schlossen wir uns seiner Meinung definitiv an. Nun war es an der Zeit die unerfahrenen Touristen zu spielen. Ein Glück, dass wir einen Lehrer haben, der schon öfter in Polen war und von uns als Meister-der-Historik gekrönt ist. Er zeigte uns die Schindler-Fabrik und den Platz der Ghettohelden. Zu beiden Orten hatten sich Mitschüler informiert, um uns vor Ort eine kleine Darstellung zu bieten. 

 

Die letzten Stunden verbrachten wir damit im, wie man auf gut Deutsch sagt, ar***kalten Kraków die Beine zu vertreten und die Stadt zu erkunden. Das Wetter war eine Kraködie ;) Mit einem gemeinsamen Abendessen im empfehlenswerten Restaurant „Chimera“ ließen wir den Tag ausklingen.


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Kommentare: 1
  • #1

    Sacki (Freitag, 14 Oktober 2016 11:00)

    schöner "Tagebuch" Eintrag und tolle Bilder ^^