Zeitzeugengespräche


Zeitzeugengespräch mit Herrn Hinsch

Harald Hinsch ist ein Zeitzeuge und hat heute seinen Tag mit uns verbracht und hat uns etwas über sein Leben erzählt.

Harald Hinsch ist in Barmbek aufgewachsen und lebte mit seiner Mutter, seinem Vater und seinem Bruder zusammen. Als der 2. Weltkrieg begann, musste sein Vater ins KZ, weil er sich gegen Hitler eingesetzt hat. Harald Hinsch war zu dieser Zeit 2 Jahre alt und wusste gar nicht, was um ihn herum passiert. Mit 6 Jahren hatte er regelmäßig Albträume, in denen er allem, was er schreckliches sah, begegnete. Wenn ein neuer Bombenalarm war, schrillten die Sirenen. Dann mussten sie sich die wichtigsten Sachen nehmen und schnell zum Hochbunker laufen. Wenn man zu spät zum Bunker kam, waren die Türen des Bunkers schon verschlossen und man musste sich etwas Anderes zum Unterkommen suchen. In einen Bunker passten 400 Menschen. Die Wände in solch einem Bunker waren 3-4 Meter stark und die Decke lag 4-5 m hoch. Wenn eine Bombe den Bunker traf, hat der Bunker nur gewackelt, ist aber nicht kaputt gegangen. Harald Hinsch war nie in der Hitlerjugend, weil er zu jung war.

Meinung der Klasse:

Wir fanden es ziemlich erschreckend, was die Menschen mitmachen und erleben mussten. Außerdem sind so viele Menschen getötet oder von Bomben erschlagen worden, obwohl sie meistens unschuldig waren. Wir finden , dass es ziemlich schrecklich ist, zu hungern, zu frieren und oft kein Dach über dem Kopf zu haben. Man ist sich gar nicht bewusst, dass es so viele Menschen gab und gibt, denen es nicht so gut geht wie uns und diese Menschen haben oft auch nicht die Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Wir haben es ziemlich gut und können uns eigentlich nicht beschweren.

Zeitzeugengespräch mit Frau Friedeberg

Am 16. Juni kam eine weitere Zeitzeugin des 2. Weltkrieges.
Frau Friedeberg erzählte uns viel darüber, wo sie herkam, was sie gemacht hatte, was sie gesehen hatte, was ihrer Familie passierte und wie anders sie behandelt wurde.
Frau Friedeberg lebte als "Halbjüdin" in Ostberlin und hatte "gemischte" Eltern.

Sie wurde aufgrund ihres Hintergrundes gehasst, sagte aber, dass sie eine sehr liebevolle Mutter und einen sehr schwer arbeitenden Vater hatte, die dies etwas auffangen konnten. Nach dem Krieg zogen sie nach Westberlin, wo es ihr nicht so gut gefiel. Nach dem Tod ihres Vaters siedelte sie nach Hamburg um, wo sie ihre Ausbildung absolvierte. Sie erzählte uns, dass die schönsten Momente ihrer Kindheit diejenigen mit ihrer Mutter auf dem Friedhof waren, weil sie sonst tagsüber alleine Zuhause und nie draußen bei Ausflügen dabei war.


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